Weggeworfene Zigarettenkippen, Taschentücher oder anderer Kleinstmüll sind kein Kavaliersdelikt, sondern ein ernstzunehmendes Umweltproblem. Um dem entgegenzuwirken, führte der Außendienst des Ordnungsamtes Reinickendorf Mitte August eine gezielte Schwerpunktkontrolle gegen Kleinstvermüllung durch.
„An drei ausgewählten Örtlichkeiten im Bezirk wurden innerhalb von zwei Stunden mehrere Verstöße geahndet: 30 Anzeigen wegen des achtlosen Wegwerfens von Zigarettenstummeln sowie zwei Anzeigen wegen nicht genehmigter Sondernutzung. Im Zuge der Kontrollmaßnahmen wurden acht Platzverweise gegen renitente Verursacher ausgesprochen“, erläuterte die Bezirksstadträtin für Ordnung, Umwelt und Verkehr, Julia Schrod-Thiel (CDU).
Besonders problematisch sind Zigarettenkippen. Zigarettenfilter bestehen in aller Regel aus Kunststoff und enthalten giftige Rückstände, die beim Zerfall in Boden und Gewässer gelangen. Ihre geringe Größe erschwert zudem die Beseitigung erheblich: Im Kleinpflaster liegende Kippen sind selbst für die Berliner Stadtreinigung (BSR) nur schwer zu entfernen.
„Sauberkeit im öffentlichen Raum ist ein Stück Lebensqualität. Wer seinen Müll einfach auf den Boden wirft, gefährdet unsere Umwelt, verschandelt unser Stadtbild und zeigt mangelnden Respekt gegenüber der Gemeinschaft. Unser Ordnungsamt wird auch künftig aufmerksam kontrollieren und Verstöße konsequent ahnden!“, kündigt Schrod-Thiel an.
Die Aktion ist Teil einer langfristigen Strategie des Bezirksamts Reinickendorf und des Projektes „Saubere Stadt“, um die Sauberkeit im öffentlichen Raum zu verbessern und das Umweltbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu stärken.
Public Media Diskurs: Brauchen wir eine Sticker- & Litter-Abgabe?
Sticker sind Aufkleber aus Papier oder Kunststoff, die auf einer Seite bedruckt und auf der anderen Seite mit einer Selbstklebefläche ausgestattet ist. In der modernen Stadt sind sie lästig, und oft auch ein Riskiko für die Verkehrssicherheit. Auf Verkehrsschildern, Hinweisschildern und und Leitsystemen fallen in Berlin vor allem blau-weiße Sticker eines Fußballvereins ins Auge, weil sie praktisch ubiquitär & rücksichtslos verklebt werden. Dazu kommt der Kleinmüll, für den am Besten das englische Wort Litter gebraucht wird.
Um Berlin zu einer sauberen Stadt heranreifen zu lassen, ist neben der persönlichen Reife der Verursacher auch ein reifes Muster wirksamer Gesetze und Regel erforderlich. In Zeiten einer großen Finanzkrise ist auch eine finanzielle Lösung der Beseitigung störender Abfälle, Sticker- und Litterprodukte unumgänglich!
Leseraktion & Public Media-Diskurs:
Brauchen wir eine gesetzliche Regelung und zweckgebundene Abgaben auf Sticker & Litterprodukte?
Sind Ordnungsstrafen oder Verwaltungsgebühren der beste Weg?
Braucht Berlin ein Sticker- & Litter-Beseitigungsgesetz?
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