Dienstag, 07. Dezember 2021
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Entsorgung herrenloser Einkaufswagen neu geregelt

Einkaufswagen am Waldesrand

Einkaufswagen werden mitunter von Firmengeländen der Supermärkte und Discounter entführt, um weitreichende und nicht bestimmungsgemäße Transportaufgaben zu erfüllen. Auch als mobile Wohnstatt von Obdachlosen werden Einkaufswagen zweckentfremdet, und landen am Ende irgendwo als Sperrmüll und Schrott im öffentlichen Raum, in Grünanlagen und an Müllabladeplätzen.

Die abgestellten Einkaufswagen stehen dann am falschen Ort, sind herrenlos, verwahrlost. Diese Einkaufswagen sind ein Problem. Das andere Problem ist der Müll, der in diese hineingeworfen wird.

Entsorgung durch BSR — Kosten für den Bezirk
Bisher wurden die herrenlosen Einkaufswagen an die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) gemeldet und von diesen entsorgt. Das verursacht sowohl Kosten beim Bezirk, beim Entsorger als auch bei den Supermarktketten, die entsprechende Wagen nachkaufen müssen.

Bezirksstadtrat Sebastian Maack (AfD) hat deshalb in Reinickendorf ein neues Verfahren initiiert, um die aufgefundenen Einkaufswagen schnell an die Supermärkte zurückzuführen.

Seit Herbst ist das neue Verfahren erfolgreich angelaufen: Die Wagen werden von den Supermärkten selbst eingesammelt und an den Standort zurückgebracht. Das spart nicht nur allen Beteiligten Geld und verbessert das Straßenbild, sondern ist auch ein nachhaltiger Schritt zur Müllvermeidung.

Rückholung der Einkaufswagen gestartet
Stadtrat Maack führte dazu aus: „Es hat mich geärgert, dass hier auf allen Seiten unnötige Kosten anfallen und die Einkaufswagen oft viel zu lange auf der Straße stehen und als Mülleimer missbraucht werden. Leider haben im ersten Schritt nur EDEKA, Norma und Lidl Ansprechpartner für die Abholung gemeldet. Einkaufswagen der anderen Ketten werden weiterhin von den BSR entsorgt. Ich hoffe aber, dass dieses gute Beispiel Schule macht und das Konzept auch andere Supermarktketten und Bezirke überzeugt. Ideal wäre es, wenn sich die Supermärkte berlinweit auf einen gemeinsamen Dienstleister verständigen könnten, so dass Bürger und Ordnungsämter einen einheitlichen Ansprechpartner hätten. Das neue Verfahren ist sicherlich nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zu mehr öffentlicher Ordnung und Sauberkeit, aber mit vielen kleinen Schritten kann man auch einen weiten Weg zurücklegen.“