Dienstag, 28. September 2021
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Gedanken zum Jahreswechsel

Bezirksbürgermeister Frank Balzer

von Bezirksbürgermeister Frank Balzer

Liebe Reinickendorferinnen
und Reinickendorfer,

so wenige Tage vor Weihnachten hätte ich gern davon berichtet, dass die Corona-Pandemie überwunden und unser altes Leben wieder in greifbare Nähe gerückt sei. Leider ist es nicht so!

Die Wahrheit ist, es wird viel länger dauern, als wir alle gehofft haben. Trotzdem verheißen die entwickelten Impfstoffe Licht am Ende des Tunnels. Für mich ist das die frohe Botschaft – rechtzeitig zu den Festtagen. Bei allem Streit und Leid in der Welt ist es doch beeindruckend, wozu die Menschen auf diesem Planeten in der Lage sind, wenn sie ihre Kräfte bündeln.
Auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft wuchsen viele über sich hinaus. Ich bin dankbar dafür, dass so viele Reinickendorferinnen und Reinickendorfer mitgeholfen haben, die Pandemie zu meistern. Natürlich stehen Ärzte, medizinisches Personal sowie Pflegekräfte in einer solchen Krise zu Recht im Mittelpunkt. Doch wir brauchen eben auch die vielen anderen Alltagshelden, damit Kitas, Schulen, Polizei, Feuerwehren, Vereine, Behörden, Familien, kurz unser gesamtes Gemeinwesen funktionieren kann. Ich denke, da ist ein neuer Zusammenhalt in unserer so schnelllebigen Zeit entstanden. Es wäre schön, bliebe das über die Pandemie hinaus erhalten.

Vor lauter Corona haben manche vielleicht gar nicht wahrgenommen, wie viel Gutes in Reinickendorf in diesem Jahr passierte: Ich freue mich etwa über die Eröffnung des Caritas-Hospiz in Hermsdorf ebenso wie über die Eröffnung des Familien- und Integrationszentrums der Evangelischen Apostel-Petrus-Gemeinde im Märkischen Viertel. Unser Bezirk konnte viele beeindruckende Projekte mit Geld aus dem Kiezfonds fördern. Wir haben den Reinickendorfer Umweltpreis neu aufgelegt. Die Berliner Stadtreinigung startete das Gebrauchtwarenkaufhaus „NochMall“ an der Auguste-Viktoria-Allee. Neue Spielplätze wurden u.a. an der Eschachstraße, dem Saalmannsteig und am Dianaplatz eröffnet. Nicht zu vergessen: Das Ende des Airports TXL läutet ein neues Kapitel in der Stadtentwicklung auf dem ehemaligen Flughafengelände in Tegel und rund um den Kurt-Schumacher-Platz ein.

Im neuen Jahr kommt es darauf an, schnell aus dem Krisenmodus herauszukommen. Noch federn Bund und Länder mit viel Geld wirtschaftliche und soziale Härten der Beschränkungen und Umsatzverluste ab. Doch solche Hilfen können nicht ewig fließen. Bald müssen wir die öffentlichen Haushalte so gestalten, dass die angehäuften Schulden zurückgezahlt werden, ohne unsere Infrastruktur zu vernachlässigen. Sehnsüchtig werden sicher viele das Ende der Sanierungsarbeiten an der Oranienburger Straße erwarten, aber auch die Wiedereröffnung des Tegelcenters. Es gibt also gute Gründe sich auf 2021 zu freuen.

Ich wünsche Ihnen allen ein sorgenfreies Weihnachtsfest sowie ein glückliches und vor allem gesundes neues Jahr!

Ihr

Frank Balzer