Mittwoch, 04. Februar 2026
Home > Aktuell > Sozialdemokratie – was ist das eigentlich?

Sozialdemokratie – was ist das eigentlich?

Wählt sozialdemokratisch!

Von Michael Springer

In dieser Vorweihnachtszeit laufen in allen politischen Parteien in Berlin die Vorbereitungen für das nächste Jahr 2026 an. Es ist ein Wahljahr – und am 20. September 2026 wird das neue Berliner Abgeordnetenhaus gewählt.
Kandidatinnen und Kandidaten werden nun neu aufgestellt, prominente Politiker und Politikerinnen werden dabei auch fallen gelassen. Andere treten sogar von ihren hohen Vorstandsämtern zurück. „Was geht da vor?“

Viele Kinder und ihre Eltern wissen nicht, worum es dabei geht, denn sie lesen nur selten gemeinsam Zeitung oder haben auch Schwierigkeiten, Begriffe zu verstehen. Wer in den vergangenen Jahren zugewandert ist, hat dabei auch noch Sprachschwierigkeiten und kennt die Vergangenheit nicht, die für viele heutige Ideen und Gedanken noch immer gültige Erkenntnisse mit sich trägt. Zum Glück gibt es das Klexikon für Kinder, das Begriffe wie „Sozialdemokratie“ erklärt.

Eine eigentümliche, für viele Menschen meist unsichtbare Folkore und Verhaltensökonomie wird dabei um die Sozialdemokratie herum gelebt. SPD-Parteimitglieder im Kiez sind Nachbarn für viele unserer Leser in Reinickendorf, Borsigwalde, Frohnau, Heiligensee, Hermsdorf, Konradshöhe, Lübars und Märkisches Viertel.
Dennoch sind sie im öffentlichen Leben für viele Menschen unsichtbar, weil sie vorwiegend in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Twitter u.a. aktiv sind. Zudem sind seit 2017 eine ganze Reihe neuer öffentlicher Institutionen entstanden, die die Frage aufwerfen: „Wer regiert eigentlich im Bezirk?“

Auch wenn man Sozialdemokraten sehen und etwas von Ihnen lesen will, wird man nicht so ganz leicht fündig! Auf dem großen Stadtportal berlin.de sind alle z.B. Parteien nur schwer zu finden. Selbst die Berliner Bezirke sind nur über fast versteckte Unterverzeichnisse zu finden. Oder man kennt sich mit dem „Rechtsaußen“ aus, dem Hamburger Menü am rechten Bildschirmrand.

So war ich persönlich sehr verwundert, als ich im Sommer einmal den Pressesprecher der Bundeszentrale für politische Bildungsarbeit in Brandenburg kontaktierte, und ihn von zwölf digitalen Bezirkszeitungen in Berlin erzählte. Es entstand ein minutenlanger Streit, darüber „ob“ Berlin 12 Bezirke hat. Ich war natürlich sehr darüber entsetzt, und habe den Kontakt vorerst beendet — und denke mir nun meinen Teil.

Aus dieser Begebenheit entstand die Idee für eine Artikelreihe, die Politik, Parteipolitik und die seltsamen Begebenheiten im Kontakt mit Ämtern, Bezirksämtern, Parteien und Politikern in Berlin auf prägnante Weise vermittelt, und dabei immer auch hilfreiche Links zu weiterführenden Informationen anbietet.

Dauerbeobachtungen und „informelle Auffälligkeiten“

Die Reinickendorf Nachrichten existieren seit 2019 und so sind aus der Perspektive des Verlegers und des dauerbeobachtenden Lokaljournalisten natürlich eine ganze Reihe von denkwürdigen, merkwürdigen und lustigen Begebenheiten aufgefallen. Viele davon haben mit eingeübten seltsamen Praktiken zu tun, etwa wenn Marketingagenturen im Auftrag von Politikern handeln, und journalistische Berichterstattung ohne Nachweis einer Anzeigenschaltung oder eines Mediabudgets einfordern. — Seltsam deshalb, weil die Agenturen selbst merken: es fehlen in Berlin Lokaljournalisten, weil Werbegelder an die großen Internetplattformen „gewandert“ sind. Dahinter steckt Faulheit und Geldgier: es ist natürlich einfacher, bei Google, YouTube & Co. Anzeigen zu schalten, als bei den bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg in einem Atlas aufgeführten 283 Lokalmedien. Das Agenturhonorar fließt oft weitgehend unkontrolliert.

Es ist aber noch mehr im Spiel, das sich nur mit Hintergrundinformationen und Datenrecherche aufzeigt.

Aktuell fällt auf: die SPD-Reinickendorf hat noch kein Mediabudget geschaltet, und so gibt es praktisch keine Ankündigungen und keine kommunalpolitische Berichterstattung — außer zwei Beiträgen aus dem Jahr 2020, mit Porträt von Bettina König und aus dem Jahr Corona-Jahr. Erkenntnisse zum Schwund der Werbefinanzierung und zum Lokalzeitungssterben sind offenbar nicht angekommen.

Merkwürdig ist auch die Praxis, den 495 Hektar großen Forschungs- und Industrieparks Berlin TXL – The Urban Tech Republic als „Leuchtturmprojekt“ zu bezeichnen. In China und dem europäischen Ausland wird darüber gelächelt. Wenn zudem die Tegel-Projekt GmbH Visionen, aber kein Mediabudget hat, muss es auch nicht verwundern, wenn das Berliner Zukunftsprojekt durch den Bau von Flüchtlingsunterkünften inzwischen im Projektvolumen übertroffen wird. Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten bekommt in Berlin kaum öffentlichen Gegenwind.

Social Media – überschaubar für Politik-Insider

Immerhin hat die SPD-Reinickendorf eine aufgeräumte Internetpräsenz. Die Social-Media-Kanäle sind unter Kontakte aufgereiht und haben nicht mehr die früher übliche dominante Position – und sie haben, wie vielerorts in Berlin, nur einen maximal dreistelligen Zuspruch.
Zum Regieren ist das definitiv zu wenig. Mit dem demografischen Wandel und dem Wegzug aus Berlin erlöschen zudem viele Accounts. Eine professionelle Social-Media-Kampagne überfordert zudem die lokalen Ortsgruppen und erfordert Kontinuität. Deshalb verinseln politische Gruppen und Parteien im zunehmend chaotischen Internet mit seiner Nachrichtenflut und Kanalvielfalt. Die Medienstruktur unserer digitalen Medienlandschaft ist kontraproduktiv, denn sie verursacht auch das Absterben der offenen Stadtgesellschaft, der Lokalpresse und in der Folge auch der Engagements in politischen Parteien.

Ideal wäre es, wenn es eine Lokalzeitung gibt, die alle Bürgerinnen und Bürger erreicht und auch alle Gäste der Stadt und ihre Zuwandernden Menschen nicht ausschließt. Mit Mehrsprachigkeit als Option!

Was zu besprechen ist: Inklusion & soziale Marktwirtschaft!

In Berlin sind alle Parteien über diese grundlegende „Disruption“ informiert und können den Medienwandel auch die regelmäßigen Leser der in Berlin aktiven 12 digitalen Bezirkszeitungen kennen. Der betreffende Artikel „Public Media: Compliance & Honorare & Tarife“ ist erst am 20.11.2025 hier veröffentlicht worden.

Im Wettbewerb mit Netzwerk- und Plattformökonomien, mit „Klick-Ökonomien“ und mit KI-Systemen sowie reichweitenstarken überregionalen Zeitungen, wurde ein System für Lokalpressemedien entwickelt, das als neue Mediengattung PUBLIC MEDIA + PUBLIC MARKETS funktioniert.

Der normative Kompass von Public Media + Public Markets:

  • ohne eine offene, einsehbare und bedienbare Medienebene gibt es keine stabile Zivilisation!
  • Visibility4All sichert allgemeingültig Regeln und Gesetzeswirkungen, sogar Generalprävention!
  • Access4All sichert Erwerb, Märkte und soziale, kulturelle und wirtschaftliche Synergien.
  • neue universelle Transnormierungen entstehen, die Kommunikation & Technologien regulieren.
  • Rechte & Menschenrechte müssen in universelle Informatikregeln übersetzt werden!
  • verantwortliche Nutzung von AI und Entwicklung von PublicAI-Agenten als Werkzeuge der Öffentlichkeit.
  • digitale & mediale Technologien werden lokal, kommunal und normativ gestaltbar, verhandelbar!

Das zukunftsweisende Konzept von PUBLIC MEDIA hat keine Leser-Logins, keine Abo-Paywalls! — Es ist geeignet, das Primat der Politik und Demokratie zu wahren, und Digitale und Mediale Souveränität mit verantwortlich besetzten Redaktionen in Lokalpresse und Medien wieder herzustellen!

Es erfüllt die Grundsätze und Grundwerte des Grundgesetzes. Es baut auf historisch bewährten Prinzipien der deutschen Sozialdemokratie auf. — Die soziale Marktwirtschaft kehrt dabei sogar als inklusive soziale Marktwirtschaft zurück. Alles wird lokal und kommunal verhandelbar, tarifierbar und sogar supereffizient!

Fortsetzung folgt

+++ Mehr Informationen, Austausch, Gastbeiträge und Kommentare sind jederzeit möglich! +++

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert