Donnerstag, 24. September 2020
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Reinickendorfer Projektideen für 2021 gesucht!

Bezirkliche Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit

Im Programm „Lokales Soziales Kapital“ (LSK) wurde inzwischen der sechste Ideenwettbewerb gestartet. Auch in Reinickendorf können bis zum 08.10.2020 Vorschläge bei der Geschäftsstelle des Bezirklichen Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit (BBWA) eingereicht werden. In der aktuellen EU-Förderperiode (2014-2020) werden Mikroprojekte finanziert, die auf lokaler Ebene für arbeitslose und nicht erwerbstätige Personen neue Beschäftigungschancen eröffnen und soziale Kompetenzen verbessern.

Die Förderung erfolgt zu 100 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Mitteln des Landes Berlin.

Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) appelliert insbesondere an Träger und Vereine, sich an dem Ideenwettbewerb zu beteiligen. Er betont, „dass es gerade in Corona-Zeiten wichtig ist, sich mit neuen und ergänzenden Projekten an die Menschen zu wenden, die Hilfe am dringendsten benötigen. Zur Vermeidung von Armut und sozialer Ausgrenzung müssen Angebote entwickelt werden, die benachteiligte Zielgruppen erreichen und ihre persönlichen Kompetenzen zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt verbessern.“
Die Projekte für den aktuellen Aufruf können frühestens ab dem 01.01.2021 beginnen und eine Förderung in Höhe von maximal 10.000 Euro erhalten. Weitere Informationen zum Ideenwettbewerb sind im Internet unter http://www.bbwa-berlin.de abrufbar.

Für Rückfragen stehen Frau Dr. Klein (Telefonnummer: 90294 5070) und Frau Kalus (Telefonnummer: 2840 9565) zur Verfügung.


Kommentar Michael Springer
Das nunmehr 20 Jahre alte BBWA-Förderprogramm muss neu evaluiert werden. Gründe: die Vielzahl involvierter Akteure, Programmatik und Handlungsprogramm stehen in einem eklatanten Mißverhältnis zum jeweiligen Antrags-Aufwand und zur möglichen Fördersumme.
Eine Impact-Analyse durch den Bundesrechnungshof könnte folgende Ergebnisse zeitigen: es werden erhebliche Verwaltungskapazitäten gebunden, und es werden keine nachhaltigen Arbeitsmarkteffekte ausgelöst.
Angesichts der Tatsache, dass bundesweit Milliarden-Beträge für Förderschienen wie Breitbandausbau, Digitalisierung der Schulen, Infrastrukturausbau und diverse EU-Programme mangels Antragstellern nicht abgerufen werden, sollten besser alle verfügbarem Verwaltungskompetenzen zur Bündelung von Anträgen und konkreten Aussschreibungen fokussiert werden. Die Idee, nur mit Sachmitteln arbeitsmarktwirksame Effekte erzielen zu können, ist nicht tragfähig. Die Fördersumme von 10.000 € ist viel zu gering.

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