Samstag, 10. Dezember 2022
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Asiatische Tigermücke in Berlin nachgewiesen

Asiatische Tigermücke

Aedes albopictus — die Asiatische Tigermücke hat offenbar erfolgreich überwindert und siedelt neu in Berlin. Bereits 2021 wurde in einer Berliner Kleingartenanlage im Bezirk Treptow-Köpenick ein Vorkommen von erwachsenen Exemplare der Asiatischen Tigermücke nachgewiesen.
Eine erfolgreiche Überwinterung ist damit belegt und eine dauerhafte Ansiedlung zu befürchten. Berlin ist damit bislang der in Deutschland nördlichste Punkt, an dem Asiatische Tigermücken und ihre Vermehrung vor Ort nachgewiesen werden konnten.

Die schwarz-weiß-gezeichnete Asiatische Tigermücke sorgt für heftig schmerzende Stiche und ist zugleich potenzielle Überträgerin verschiedener Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Viren.

Diese Virus-Krankheiten machen die Asiatische Tigermücke zur Gefahr.

Informationskampagne für Gartenfreunde und Laubenpieper

Bereits im Frühjahr 2022 wurde umfassend über Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen informiert. DasGesundheitsamt Treptow-Köpenick und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) arbeiten dazu mit Expert:innen des Mückenatlas zusammen.
PD Dr. Helge Kampen vom Friedrich-Loeffler-Institut und Dr. Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung untersuchen seit Juni 2022 mit einem umfassenden Monitoring Nachweise der Asiatischen Tigermücke sowie ihrer Eier und Larven in etwa 35 Parzellen der betroffenen Anlage.

Die Funde der Asiatischen Tigermücken in der Kleingartenanlage machen deutlich: eine koordinierte Bekämpfungsstrategie ist notwendig, um die langfristige Ansiedlung dieser invasiven Art in Berlin zu verhindern und erste Populationen wirksam zurückzudrängen.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Asiatische Tigermücke auch an anderen Orten in Berlin vorgefunden werden kann, bittet das LAGeSo die Berliner Bevölkerung, verdächtige Mückenexemplare an den deutschen Mückenatlas zu senden, um frühzeitig mögliche weitere Populationen finden und bekämpfen zu können.

Informationen zu wirksamen vorbeugenden Maßnahmen, die jede und jeder einzelne vornehmen kann, hat das LAGeSo in einem Informationsflyer zusammengefasst.