Bis zu 7.000 Baustellen sind in Berlin gleichzeitig aktiv, oder auch im Wartezustand, weil Beton 28 Tage Abbindezeit benötigt. Dazu kommen spekulative Baustellen, bei denen öffentliches Straßenland monatelang durch Baustelleneinrichtungen und Absperrungen beansprucht wird. Prominentestes Beispiel ist der Steglitzer Kreisel, bei dem Großgerüste und Ladebrücken eine Hauptverkehrsachse einschränken.
Inzwischen mehren sich in Berlin Wasserrohrbrüche, die Infrastruktur altert und kommt in die Jahre in denen Instandhaltungszyklen notwendig werden. Es muss zwangsläufig mehr gebaut werden.
Die zuständige Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat den Schlussbericht zur Baustellenkoordinierung zur Kenntnis genommen. Der Senat hat ein integriertes Gesamtkonzept zur verkehrlichen Baustellenkoordinierung beschlossen.
Vier Handlungsfelder sollen zukünftig noch enger verzahnt werden:
- gemeinsame Kontrollen an Arbeitsstellen,
- digitale Baustellenkontrolle,
- verbesserte Information der Öffentlichkeit und eine
- gesamtstädtische Koordinierungsplattform.
In der Pressemitteilung vom 22.09.2026 wird weiter ausgeführt der bisherige Berliner Senat plant.
Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sagte dazu: „Arbeitsstellen im öffentlichen Straßenland werden aufgrund des großen Investitionsbedarfs im öffentlichen Raum in Zukunft noch weiter zunehmen. Mit gemeinsamen Kontrollen, digitaler Erfassung und einer zentralen Koordinierungsplattform bringen wir Planung, Genehmigung und Aufsicht enger zusammen.“
Verkehrsteilnehmer benötigen echtzeitaktuelle Informationen
Was nützt es, wenn es eine bessere Koordination in der Arbeitsteilung der zuständigen Ämter und Aufsichtsbehörden und eine zentrale Koordinierungsplattform gibt? — Was leistet eine zentrale Koordinierungsplattform, wenn Verkehrsteilnehmer durch die Stadt fahren, radeln oder laufen? Wie wird die aktuelle Baustellenlage öffentlich vermittelt und angezeigt? — Dazu wurde öffentlich nichts gesagt.
Dabei gibt es seit über 10 Jahren die Entwicklungen der infrest – Infrastruktur eStrasse GmbH (infrest), die u.a. allen bietet Bauunternehmen, Planungs- und Architekturbüros, Leitungsnetzbetreibern, Behörden und privaten Bauherren mit dem Leitungsauskunftsportal eine einfache und komfortable Lösung anbietet. Der vor 5 Jahren präsentierte Baustellenatlas ermöglicht zudem die transparente Koordinierung von Bautätigkeiten. — Auch dazu wurde nichts gesagt.
Der Link zum Baustellenatlas ist zudem stillgelegt. Das SmartCity-Informationssystem in dieser Zeitung zeigt ins Leere. Und so muss auf das Angebot der Verkehrsinformationszentrale zurückgegriffen werden, das mit seiner Kartenanwendung einige Praxisherausforderungen stellt:
Baustellen, Sperrungen und sonstige Störungen
Public Media — Stadtinformationen für alle — Touchpoints für echtzeitfähige News & Dienste.
