Donnerstag, 13. Juni 2024
Home > Aktuell > Elektroautos im Winter: So erhöhen Sie die Reichweite

Elektroautos im Winter: So erhöhen Sie die Reichweite

ADAC testet Elektroautos auf Kältetauglichkeit

Im Winter kann es in Deutschland ganz schön kalt werden. Besonders Elektroautos kriegen bei sinkenden Temperaturen schnell kalte Füße. Die Reichweite sinkt und die Heizung leidet und mit ihr die Insassen. Mit ein paar Tricks können Sie sich und ihre Mitfahrer:Innen bei niedrigen Außentemperaturen schützen.

Elektroautos verbrauchen im Winter zirka 20 bis 30 Prozent mehr als zur warmen Jahreszeit. Ein Grund ist der Motor selbst, er braucht für das einwandfreie Funktionieren etwa 20 bis 40 Grad Celsius. Nach einer langen Winternacht muss der Motor erst wieder auf Wohlfühltemperatur gebracht werden.

Auch die Insassen des PKWs brauchen Wärme. Für die Heizung im Auto wird weiterer Strom vom Reservoir abgezapft. Die Reichweite des Autos sinkt weiter. Im Extremfall gehen sogar bis zu 50 Prozent von der möglichen Reichweite bei hohen Außentemperaturen ab.

Ab an die Ladesäule oder Wallbox

Um im Stau nicht plötzlich stehen zu bleiben, oder gar zu frieren, können Besitzer:Innen von E-Autos an kalten Tagen einige Vorkehrungen treffen. Sinnvoll ist immer das Auto vor Fahrtbeginn an der Ladesäule oder der Wallbox vorzuheizen. So können Sie sicher sein, die volle Leistung ihres PKWs zu nutzen.

Um bei der Heizung zu sparen, ohne bibbern zu müssen, kann man die Sitzheizung und die Lenkradheizung aktivieren anstelle der Luftheizung. Sie heizen den Raum ebenfalls auf und wärmen effizient dort, wo es am kältesten ist.

Vorbeugen ist besser als stehen zu bleiben

  • Wenn möglich, sollte der E-Wagen während der kalten Nacht in einer Garage parken. So können Sie ein extremes Auskühlen des Akkus vermeiden.
  • Während des Betriebs sollten die Fenster und Türen nur so lange wie nötig geöffnet werden, um die bereits entstandene Wärme im E-Auto zu halten.
  • Generell sollten Sie bei sehr kalten Temperaturen kurze Strecken vermeiden und eventuell auf Bus und Bahn umsteigen. Bei kurzen Strecken wird nämlich besonders viel Energie verbraucht, da der Akku sich immer wieder von neuem erwärmen muss.

Ein Tipp bereits für den Kauf eines Elektroautos:

Manche Hersteller bieten ab Werk E-Autos mit einer Wärmepumpe als Extra an. Ist die Reichweite im Winter ein bedeutendes Kriterium, sollten Sie diese Investition gerne in Erwägung ziehen.

Weitere Informationen:

www.adac.de