Heute findet die Abschiedsfeier des U-Bahn-Bauprojekts Kyiv – Berlin im Künstlerhof Frohnau im Norden Berlins statt. Alle interessierten Bürger und Gäste Berlins sind eingeladen
Fast ein halbes Jahr lang stand die Notausgangsskulptur des U-Bahn-Bauprojekts Kyiv-Berlin in Frohnau – ein imaginäres Portal zwischen zwei Städten, ein fragiles Zeichen der Verbundenheit in unsicheren Zeiten. Was 2023 in Kyiv als poetische Fiktion begann und in Berlin als öffentliche Installation fortgesetzt wurde, findet nun an diesem Ort seinen Abschluss.
Es wird herzlich zu einer Finissage und einem Abschied eingeladen: ein Moment, um über die Skulptur, ihre Reise und die Idee dahinter nachzudenken – eine U-Bahn-Linie, entstanden aus Fantasie, Hoffnung und Solidarität; eine Erinnerung daran, dass selbst in zerrissenen Zeiten andere Wege denkbar bleiben.
Zeitgleich eröffnet das Gastatelier 20 die Ausstellung „Der Horizont ist mein Tagebuch“ mit künstlerischen Tagebuchpraktiken von Vlada Ralko, Volodymyr Budnikov, Boris Mykhailov und Eric Pawlitzky. Von Mykhailovs langjährigem, in den 1970er-Jahren begonnenem Fototagebuch über Budnikovs in Berlin entstandene Serie „Wald“, Ralkos Video und Zeichnungen aus ihrem „Lwiwer Tagebuch“ bis hin zu Pawlitzkys Balkan-Reisetagebuch, das er in eine großformatige Aquarellcollage verwandelte – die Ausstellung präsentiert vier unterschiedliche Ansätze künstlerischer Notation und Erinnerung.
Norman Behrendt: „Feiern Sie mit uns den Abschied von der Skulptur und die Eröffnung dieser vier intimen und eindrucksvollen Positionen zur künstlerischen Auseinandersetzung mit Zeit, Ort und Erfahrung.“
Samstag, der 13.12.2025 | von 11 bis 19 Uhr.
Künstlerhof Frohnau, Hubertusweg 60, 13465 Berlin
